Wie finden Menschen als Familie zusammen, wenn alle schon ihre eigene Geschichte mitbringen? Was hilft, wenn sich jemand ausgeschlossen fühlt, Erwartungen aufeinanderprallen oder der Alltag ganz anders aussieht als erhofft?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich eine SPIEGEL-Reportage über Patchworkfamilien. Für den Beitrag hat die Journalistin Julia Köppe mich bei meiner Arbeit begleitet und meine offene Patchwork-Elterngruppe in Hamburg besucht.
Ich freue mich, dass dadurch ein Ort sichtbar wird, an dem Menschen über das sprechen können, was sie im Familienalltag beschäftigt.
Raum für das, was wirklich da ist
In einer Patchworkfamilie können sehr unterschiedliche Gefühle nebeneinanderstehen: Freude über die neue Partnerschaft und Unsicherheit über die eigene Rolle. Der Wunsch nach Nähe und das Bedürfnis nach Abstand. Verbundenheit und manchmal auch Überforderung.
Mir ist wichtig, dass all das ausgesprochen werden darf. Niemand muss eine harmonische Vorzeigefamilie präsentieren, um dazuzugehören.
Ein gemeinsames Gespräch löst nicht jede Schwierigkeit. Aber es kann helfen, die eigene Situation besser zu verstehen, andere Perspektiven kennenzulernen und zu merken: Mit diesen Fragen bin ich nicht allein.
Jede Familie findet ihren eigenen Weg
Die Reportage verbindet unterschiedliche Familiengeschichten mit fachlichen Perspektiven. Auch meine Arbeit und der Austausch in der Elterngruppe finden darin Platz.
Für mich ist das eine Gelegenheit, auf etwas aufmerksam zu machen, das mir am Herzen liegt: Zusammenleben braucht Zeit und Raum für die Bedürfnisse aller Beteiligten. Dazu gehören auch die Erwachsenen, die neu in eine Familie kommen und ihren Platz erst finden müssen.
Vielen Dank an Julia Köppe für ihr Interesse und die aufmerksame Begleitung meiner Arbeit.
Die vollständige Reportage ist beim SPIEGEL erschienen:
Hier geht es zum SPIEGEL-Artikel über Patchworkfamilien.
Veröffentlicht am 21. Dezember 2025. Für den vollständigen Artikel ist gegebenenfalls ein SPIEGEL-Abonnement erforderlich.
Wenn du dich in diesen Fragen wiederfindest und dir Austausch oder Unterstützung wünschst, melde dich gern bei mir.

